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Was ist ein SSC?

Ein gemeinsam genutztes Servicecenter, besser bekannt unter dem Begriff Shared Service Center (S.S.C.), kümmert sich um die Abwicklung operativer Prozesse für verschiedene Unternehmen oder Geschäftseinheiten der gleichen Gruppe. Indem die zentrale Verwaltung wiederkehrende Abläufe an ein SSC weitergibt, kann sie sich stärker Maßnahmen zur Steigerung des Mehrwertes widmen. Ein SSC kann Dienstleistungen verschiedener interner Abteilungen des Unternehmens zentralisieren oder sich auf einen bestimmten Bereich spezialisieren (Finanzen, Personalverwaltung, Einkauf, Recht etc.).

Das SSC für Einkauf und Beschaffung

Unternehmen schließen Transaktionen mit einer Vielzahl von Lieferanten ab, wovon die Mehrzahl Einkäufe außerhalb der Produktion betrifft. Bei dieser Beschaffung von „C-Artikeln“ handelt sich oft um Sondereinkäufe mit niedrigem Wert. Die Funktion Einkauf bestimmt in einem Unternehmen die Einkaufsstrategie, zu der Regeln zur Auswahl der Lieferanten gehören. Seine Aufgaben betreffen somit nicht die Transaktionen selbst, sondern die Strategie. Indirekte Einkäufe gehören zu den wiederkehrenden Abläufen und stellen von daher einen bedeutenden Zeitverlust für die Einkaufsabteilung dar.

Die Rolle eines SSC ist es, denjenigen Lieferanten ausfindig zu machen, der der von der Einkaufsabteilung vorgegebenen Strategie entspricht, und Voranschläge zu erstellen, die dabei helfen, den besten Lieferanten für eine Einkaufsanforderung auszuwählen.

Das SSC für Beschaffung schreitet ein, sobald der Lieferant und die Konditionen festgelegt wurden: Zu seinen Aufgaben zählen die Auftragserteilung, Bestellungsverfolgung bis zum Eingang beim Auftragsgeber und die Begleichung der Rechnung des Lieferanten.

Internes SSC

Ein internes gemeinsam genutztes Servicecenter widmet sich einer einzigen Gruppe: Es hat nur interne Kunden. In einem Unternehmen, das ein internes SSC für den Einkauf einsetzt, richten sich alle Abteilungen des Unternehmens mit Sourcing-Prozessen, Auftragserteilungen und Bestellungsverfolgungen bis zum Eingang beim Auftragsgeber an das SSC. Normalerweise arbeitet das interne SSC mit demselben IT-System wie die Gruppe, für die es tätig ist.

Externes SSC

Bei einem externen SSC wird das Unternehmen zum Kunden eines Einkaufsanbieters, der die Rolle des SSC übernimmt. Die Kosten für Verwaltung und Einrichtung reduzieren sich dabei deutlich. Flexible Kosten bringen entscheidende Vorteile. Der Vertragsabschluss und die Definition der vereinbarten Leistung (SLA) sind essenziell.

Der Anbieter kann mit dem Kunden-Tool arbeiten – man spricht von einer P2P (Procure to Pay)-Dienstleistung ohne Outsourcing der Bezahlung der Lieferanten. Der Einkauf wird stets als Handlung zwischen dem Kunden und den unterschiedlichen Lieferanten abgewickelt. Es gibt aufgrund der verminderten Anzahl an Lieferanten oder der Zahlungen an die Lieferanten keinen indirekten Gewinn.

Der Anbieter kann ebenso vorschlagen, mit seinem eigenen Tool zu arbeiten und die Einkäufe zu tragen. Auf diese Weise kauft der Kunde die Produkte und Dienstleistungen vom externen SSC, wodurch sich die Anzahl der Lieferanten schnell und unkompliziert verringert. Die Zahlungen an die Lieferanten konzentrieren sich auf einen bevorzugten Lieferanten (den externen Anbieter SSC). Es kann sogar eine Rechnungskonsolidierung nach Zeitraum, Projekt oder Geschäftseinheit angedacht werden.

Unsere Lösungen

Sie haben bereits ein internes SSC?

Wir arbeiten mit einer Vielzahl an SSC-Kunden, die uns eine Branche oder einen Geschäftsbereich anvertrauen oder eine kontinuierliche Qualität ihrer Dienstleistung, besonders während Phasen mit hoher Arbeitsbelastung, anstreben.

Sie haben kein SSC?

Gerne möchten wir Ihnen unsere besten Praktiken vorstellen und Sie bei der Einleitung der Maßnahmen, sollten Sie und wir es für sinnvoll erachten, unterstützen. Sie profitieren dabei von unserer großen Erfahrung und bekommen bei der Einrichtung eines internen, externen SSC oder einem Mix beider Lösungen von uns jede erdenkliche Hilfestellung.